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Mir fehlt eine Farbe im Malkasten!

So lässt sich mein Smartphone Fasten vielleicht am besten beschreiben. Ich pinsel wie gewohnt  auf der Leinwand des Lebens herum. Doch in winzigen Nuancen hat das Bild sich verändert und es gibt immer wieder Situationen in denen ich denke: Jetzt nen Smartphone! Zum Beispiel, wenn ich eine ellenlange Sms an meine Freunde tippe, mir beim Einkaufen partout nicht die Zutaten für das neue Rezept einfallen, oder ich abends schlaflos im Bett liege. Momente in denen ich mir Sprachnachrichten, Google Apps oder Librivox herbeisehne und mich wie früher im Kunstunterricht fühle, als Deckweiß die Lösung für meine miserablen Bilder gewesen wäre, aber das mal wieder ausgetrocknet im Malkasten lag.

 

Meine Kunstnoten waren nie berauschend, trotzdem geht es mir gut. Der Gedanke, dass diese Fastenaktion eine total bescheuerte Idee sei, kam nur kurz bei meiner Reise nach Stockholm auf. Kaum war ich angekommen, verabschiedete sich meine Reisebekanntschaft.(Kleine Anekdote am Rande: Sie dachte ich sei Spanierin und ich war fest davon überzeugt, dass eine hellblonde, sommersprossige Frau Schwedin sein müsse. Zwei Stunden lang unterhielten wir uns in Englisch, bis wir fünf Minuten vor der Ankunft feststellten, dass wir beide deutsche sind:D) Also stand ich alleine, irgendwo in Stockholm an einem unbelebten Busbahnhof. Ich hatte weder Geld, noch eine Adresse oder Ahnung wo ich hin sollte, sondern nur die Hoffnung, dass meine Freundin Hanna auftauchen und mich abholen würde. Tat sie aber nicht. Auf meine Sms gab es keine Reaktion und wenn ich anrief, meldete sich die Mailbox. In den folgenden Minuten malte ich mir intensiv aus, was ich jetzt alles mit einem Smartphone machen könnte: Googeln, was „Hilfe“ auf Schwedisch heißt, oder nach der nächsten Bank dem nächsten Hostel suchen und.... da stand Hanna plötzlich vor mir :]

 

Trotzdem fragen sich vielleicht einige: Warum tut das Mädchen sich diesen Stress an?
Wer “fasten“ googelt, landet nicht nur schnell auf merkwürdigen Seiten, sondern wird  feststellen, dass es verschiedene Formen und Motivationen für das Fasten gibt. Auch in der Bibel lese ich von Leuten die gefastet haben. Einige hatten Fehler gemacht und wollten ausdrücken, dass ihr Verhalten ihnen ernsthaft leid tat(Richter 20,26 Jona 3,5)Andere haben gefastet, weil sie Gott um Hilfe, Weisheit oder Kraft für eine besondere Situationen gebeten haben. (Apg 13,2-3 2.Chr20,3 Esther4,16)

 

Fasten funktioniert aber nicht wie eine Gleichung: Gott beantwortet meine Gebete nicht automatisch schneller oder wohlwollender, weil ich auf mein Smartphone oder Essen verzichte. Er macht seine Liebe nicht von meinem Verhalten abhängig. Aber ich beeinflusse durch mein Verhalten die Beziehung zu Gott. Die Bibel verspricht: Wenn du dich Gott näherst, wird er dir nahe sein(Jakobus 4,8)und an anderer Stelle rät Gott: Werdet  still und erkennt, dass ich Gott bin.(Psalm 46,11)Oft wünsche ich mir, dass Gott klarer zu mir redet. Aber vielleicht redet Gott gar nicht zu leise, sondern ich schreie nur zu laut? Das ist wie früher im Kunstunterricht, als ich lieber Musik gehört habe oder mit Nachbarn quatschte, anstatt den Erklärungen der Kunstlehrer zu zuhören und dann musste plötzlich das Deckweiß als Allheilmittel herhalten :D

Mir als Schreihals geht es beim Fasten nicht nur um Zeit und Verzicht, sondern vor allem um Herzensveränderung.
Wie und ob das klappt, berichte ich Ostern.
 
 
 
 

 ©Lisa Kielbassa; PeterlovesJane
22.3.15 14:41
 


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